Rahmenbedingungen unserer pädagogischen Arbeit

Die Erarbeitung unserer pädagogischen Leitlinien entstand sowohl unter

Berücksichtigung der für uns verbindlichen Richtlinien des Niedersächsischen Kindertagesstätten-Gesetzes, der Schaumburg-Lippischen Landeskirche, des Orientierungsplans für Bildung und Erziehung als auch der Handlungsempfehlungen „Die Arbeit mit Kindern unter drei Jahren“ und unter Berücksichtigung bewährter und neuer pädagogischer Erkenntnisse.

Beachtung dabei fanden auch die sich verändernden Lebensumstände der Kinder in der heutigen Zeit.

 

Kind sein heute bedeutet oftmals:

  • leben in so genannten  „vollständigen Familien“, in denen einer oder beide Elternteile arbeiten;
  • leben in „Ein – Eltern – Familien“
  • leben in getrennten Familien zusammen mit einem Stiefelternteil;
  • oder leben in „Großeltern - Elternfamilien.

 

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass viele der Kinder im Laufe ihrer Entwicklung zwei oder mehrere der Familienformen erleben.

  • dass ihnen durch die Zunahme des Straßenverkehrs und die Bebauung freier Plätze und Gegenden natürliche Spielorte, wo Kinder sich verabreden und treffen können, nicht mehr zur Verfügung stehen.
  • Spielkontakte werden immer mehr von Eltern für Kinder abgesprochen, weil es das reale Umfeld häufig nicht zulässt, auf andere Art Spielkameraden zu finden.
  • Krankheiten und Allergien durch Umweltgifte
  • verstärkte Leistungsanforderungen (Schule/ Freizeit) 
  • vermehrter Medienkonsum
  • Mangel an Werten als Orientierungshilfe für eine lohnende Zukunftsgestaltung

 

Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt und der Wunsch nach der

Vereinbarung  von Beruf und Familie machen häufig eine Kinderbetreuung ab dem 1. Lebensjahr notwendig.

 

Unser Anliegen ist es, den jungen Familien

  • eine bedarfsgerechte Betreuung zu bieten.
  •  bei ihren Erziehungsaufgaben Unterstützung zu bieten.
  • zu ermöglichen, mit gutem Gewissen ihrer Berufstätigkeit nach zu gehen.

 

Kindergarten 2

 

Unser Bild vom Kind und unsere Rolle als Erzieher/in

 

Wir betrachten das Kind als „Akteur seiner Entwicklung“.

Das bedeutet:

  • Das Kind ist vom Tag seiner Geburt ein aktiv handelndes Individuum.
  • Das Kind will lernen, sich entwickeln, groß werden.
  • Die Entwicklungsarbeit geht vom Kind selbst aus.
  • Bewegung und Tätigkeit ist der Motor der kindlichen Entwicklung. Das Kind muss selbst handeln und  Erfahrungen machen können.

Wichtige Voraussetzung dafür, dass sich das Kind neugierig auf den Weg macht, sich die Welt anzueignen ist, dass wir ihm Zuneigung und Geborgenheit, Orientierung und Halt geben. Unsere Aufgabe ist es, das Kind in seiner Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen und ihm ein anregendes Spiel- und

Lernumfeld zu bieten. Durch entsprechende Angebote wollen wir die nächsten

Entwicklungsschritte anbahnen.

 

Hieraus entwickelten wir folgende Ziele für unsere pädagogische Arbeit:

 

Wir stärken die Kinder in ihrer Persönlichkeit.

„Werde der du sein kannst.“

 

Das heißt für uns:

  • Das Kind wird so angenommen, wie es ist.

(Ich bin wichtig.)

  • Das Kind wird in seinem Bestreben nach immer mehr Selbstständigkeit unterstützt.

                      (Ich kann das schon!)

  • Das Kind entwickelt Selbstvertrauen.

(Ich finde mich hier in der Gruppe und in der Einrichtung gut zurecht.)

  • Das Kind lernt, sich durchzusetzen.

                      (Ich habe eine Meinung und ich kann entscheiden.)

  • Das Kind erfährt sich selbst in Abgrenzung und in Gemeinsamkeiten mit anderen Kindern.
  • Das Kind lernt verschiedene Erwachsene kennen; es werden ihm verschiedene Beispiele des Großwerdens angeboten.
  • Das Kind hat die Möglichkeit verschiedene Verhaltensweisen auszuprobieren und so sein Selbst zu entwickeln.
  • Das Kind lernt Verantwortung für seine Wertgegenstände und sein Handeln zu übernehmen.

 

 

Wir führen die Kinder in sozial verantwortliches Handeln ein.

 

Das heißt für uns:

  • Das Kind lernt Kinder unterschiedlicher sozialer Herkunft und Kultur kennen.
  • Das Kind lernt, anderen zu helfen.
  • Das Kind lernt, Konflikte auszutragen.                                                                                        

         (Die Räumlichkeiten und das Spielzeug sind für alle da)

  • Das Kind lernt eigene Bedürfnisse zu Gunsten der Gruppe zurückzustellen.

         (Zuhören lernen, abwarten.)

  • Das Kind lernt, mit anderen Kindern Erfahrungen zu machen

        (z. B. im Rollenspiel).

 

Wir vermitteln ihnen Kenntnisse und Fähigkeiten, die eine eigenständige Lebensbewältigung im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten des einzelnen Kindes fördern.

 

Das heißt für uns:

  • Die Freude am Experimentieren und Lernen soll geweckt werden durch die Bereitstellung verschiedener Materialien und durch Hilfestellung bei der Verwirklichung ihrer eigenen Ideen.
  • Das Kind lernt den Umgang mit verschiedenen Materialien kennen (Schere, Klebstoff, Hammer, Säge, Messer, Mixer).
  • in kindgerechter Form wird logisches Denken gefördert (beim Bauen, Puzzeln usw.).
  • Das Kind lernt unterscheiden und zuordnen im Hinblick auf Farben, Mengen und Zahlen.
  • Wir zeigen und vermitteln ihnen Sachzusammenhänge.
  • Wir führen die Kinder an verschiedene Interessensbereiche heran, damit sie ihre Begabungen und Fähigkeiten kennen lernen und weiterentwickeln können. (Im handwerklichen-, musischen- und im Bewegungsbereich)